Real-World-Imaging: Ein neuer Ansatz zur Verbesserung der Arzneimittelentwicklung mit Real-World-Evidenz

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Stichworte: KrebsPräzisionsmedizin
Bildgebung in der realen Welt

Real-World-Evidence (RWE) bietet eine hervorragende Möglichkeit, klinische Studien zu beschleunigen, da sie aus der Analyse von Patientendaten gewonnen wird, die im Rahmen der klinischen Routineversorgung und nicht in kontrollierten experimentellen Umgebungen erfasst werden. Neben den in der elektronischen Gesundheitsakte (EHR) enthaltenen Informationen umfassen Real-World-Daten (RWD) auch neuartige Techniken wie Pathologietests, diagnostische Bildgebung und genomische (oder andere „omische“) Daten. In Bezug auf Real-World-Bildgebungsdaten kann ein robuster Datensatz für neuartige klinische Studien zugänglich sein, der Analysen im Frühstadium, Machbarkeits- und explorative Analysen ermöglicht.

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Einsatzmöglichkeiten von Realwelt-Bildgebung in der medizinischen Forschung

Die Verwendung von Realwelt-Bilddaten kann durch die multimodale Bildgebung auch neue Einblicke in den Krankheitsverlauf des Patienten geben. Dazu können Bilder der Tumorgröße, der Fetteinlagerung in Organen oder Veränderungen der Körperzusammensetzung gehören, die nach den grundlegenden Richtlinien herkömmlicher randomisierter kontrollierter Studien (RCT) nur sehr schwer oder gar nicht untersucht werden könnten. Darüber hinaus hat die Food and Drug Agency (FDA) kürzlich hervorgehoben, wie RWE zur Überwachung von Daten zu Sicherheit, Wirksamkeit und Nebenwirkungen nach der Markteinführung eingesetzt werden kann, während es gleichzeitig den behördlichen Entscheidungsprozess unterstützt und sie bei der Entscheidungsfindung unterstützt. Dabei wurden die verschiedenen Phasen hervorgehoben, in denen RWD einen erheblichen Mehrwert bieten kann.

Durch Nutzung der Leistungsfähigkeit von Real-World-Imaging, Studien können Erkenntnisse gewinnen, die die klinische Praxis in der Praxis widerspiegeln und einen umfassenderen und allgemeineren Überblick über die Behandlungsergebnisse der Patienten bieten. Im Gegensatz zu RCTs, die oft strenge Ausschlusskriterien haben, umfassen Studien auf der Grundlage von Real-World-Imaging vielfältigere Patientenpopulationen und führen zu Ergebnissen, die repräsentativer für die realen Ergebnisse sind. Dies erleichtert die Entdeckung von Biomarkern und die Optimierung der Studienergebnisse in einem frühen Stadium der Arzneimittelentwicklung.

Vorteile der Real-World-Bildgebung bei klinischen Studien

Der Einsatz von RWD bietet mehrere Vorteile, darunter schnellen Zugriff auf Patientendaten, begrenzte Zeit für die „Rekrutierung“ und gezielte Patientenauswahl. RWE-Studien spiegeln die pflegeorientierte klinische Praxis wider, die eine breite, uneingeschränkte Patientenpopulation mit wenigen Ausschlusskriterien einschließt, was allgemeingültigere Daten und eine größere Bandbreite realer Ergebnisse bedeutet. Diese Studien beschränken sich nicht nur auf die Verwendung elektronischer Gesundheitsakten in Verbindung mit Omics-Daten oder qualitativen Daten aus Analyseuntergruppen. Somit kann die Kombination genomischer, proteomischer und radiomischer Ansätze aus RWE eine Optimierung der Ergebnisse klinischer Studien und die Entdeckung von Biomarkern bereits in einem frühen Stadium des Lebenszyklus eines Arzneimittels oder einer Intervention ermöglichen.

Klinische Studien und Real-World-Bildgebung

Der Zugriff auf Hunderttausende von medizinischen Bildgebungsuntersuchungen, die täglich weltweit durchgeführt werden, bietet enorme Vorteile für die klinische Forschung mithilfe von Real-World-Imaging. Dies könnte zur Entwicklung kostengünstigerer, schnellerer, robusterer und verallgemeinerbarer klinischer Studien unter Verwendung dieser multizentrisch gesammelten Bilddaten führen und gleichzeitig die Zeit verkürzen, bis die Bevölkerung bessere und wirksamere Behandlungen erhält. Dieser Ansatz wurde erstmals in Studien zur Multiplen Sklerose3 eingesetzt, in denen die Verwendung von RWD die Charakterisierung der Läsionslast und ihrer Lage ermöglichte, was auf die Krankheitsaktivität hindeutete.

In Studien zu nicht-kleinzelligem Lungenkrebs Die Verwendung von Real-World-Bildgebung hat gezeigt, dass die Ergebnisse in realen Umgebungen mit denen übereinstimmen, die in randomisierten kontrollierten Studien beobachtet wurden, was das Potenzial von Real-World-Daten bestätigt. Darüber hinaus wurden durch die Verwendung mehrerer Datensätze mit bis zu 7.000 Patienten – also deutlich mehr als bei herkömmlichen randomisierten kontrollierten Studien der Phasen II und III – regulatorische Entscheidungen in diesem klinischen Kontext erfolgreich unterstützt1,2.

Standards und Harmonisierung in der Realweltbildgebung

Um das Potenzial der Realweltbildgebung zu maximieren, Für klinische Studien ist die Verwendung standardisierter und harmonisierter medizinischer Bildgebungsverfahren in Patientenregistern von entscheidender Bedeutung. Ein weiterer unverzichtbarer Schritt ist die Einbeziehung von Fachwissen zur Nachbearbeitung von Bildgebungsdaten, wie es Quibim beispielsweise bietet. Dadurch ist eine genaue Extraktion quantitativer Bildgebungs-Biomarker im Zusammenhang mit der Heterogenität und Aggressivität der Läsion möglich, was wiederum eine Patientenstratifizierung ermöglicht (Erkennung von Patienten mit frühem Krankheitsverlauf, Patienten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit einer Pseudoprogression usw.). Diese Maßnahmen erleichtern die Gestaltung klinischer Studien sowohl mittel- als auch langfristig erheblich.

Aufgrund der Fülle und Breite der in Patientenregistern erfassten Informationen nimmt der Einsatz von Real-World-Imaging bei klinischen Studien und behördlichen Entscheidungen immer mehr zu. Dies bietet kostengünstigere und schnellere Alternativen zu RCT-Studien, was insbesondere für Entdeckungs- und Pipeline-Studien bei der Entwicklung geeigneter klinischer Endpunkte nützlich sein kann. Darüber hinaus Durch die Einführung standardisierter und harmonisierter Bildgebungsprotokolle innerhalb dieser Patientengruppen hat sich die Verwendung multizentrischer RWD immer weiter verbreitet. Dadurch ergibt sich ein wachsender Trend zur Einbeziehung des RWE-basierten Ansatzes in die Gestaltung und Entwicklung klinischer Studien.

Referenzen

  1. Khozin S, et al. Reale Verlaufs-, Behandlungs- und Überlebensergebnisse bei schneller Einführung einer Immuntherapie für fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs. Krebs. 2019;125(22):4019-4032.
  2. Stewart M, et al. Eine explorative Analyse realer Endpunkte zur Beurteilung der Ergebnisse bei mit Immuntherapie behandelten Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. JCO Clin Cancer Inform. 2019;3:1-15.
  3. Ziemssen T, et al. Die Bedeutung der Erfassung strukturierter klinischer Informationen zu Multipler Sklerose. BMC Med. 2016;14:81.

 

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