Die Herausforderung
Patienten mit B-Zell-Lymphom, die nach zwei Behandlungslinien einen Rückfall erleiden, sind Kandidaten für eine Therapie mit chimären Antigenrezeptor-T-Zellen (CAR-T), das mit vollständigen Remissionsraten von 40 bis 54 % bemerkenswerte Erfolge gezeigt hat.
Doch trotz dieser Fortschritte erleidet ein erheblicher Anteil der Patienten nach einer CAR-T-Infusion eine Krankheitsprogression oder einen Rückfall. Zusätzlich kann die CAR-T-Therapie zu schweren Nebenwirkungen führen wie das Immuneffektorzellen-assoziierte Neurotoxizitätssyndrom (ICANS). Traditionelle klinische Prädiktoren allein reichten nicht aus, um die Ergebnisse der Patienten genau vorherzusagen, was die Notwendigkeit unterstreicht Identifizierung nicht-invasive Biomarker, die möglicherweise eine bessere Risikostratifizierung und Behandlung der Patienten ermöglichen.
Die Lösung
In dieser multizentrischen retrospektiven Studieentwickelte Quibim fortschrittliche bildgebende Prognose- und Vorhersagemodelle unter Verwendung logistischer Regression und Cox-Proportional-Hazards-Modelle zur Vorhersage der Reaktion auf die CAR-T-Therapie nach 3 und 6 Monaten, des Gesamtüberlebens (OS), des progressionsfreien Überlebens (PFS) und des Auftretens von ICANS.
18 Patienten mit rezidiviertem/refraktärem (R/R) B-Zell-Lymphom, die mit CAR-T-Zellen behandelt wurden, wurden erfasst. Alle sichtbaren Läsionen aus den XNUMXFDG-PET/CT-Scans vor der Behandlung wurden segmentiert und quantitative Bildgebungsmerkmale wurden mithilfe der Plattform QP-Insights®.Quantitative Bildgebungsmerkmale wurden mit relevanten klinischen Variablen kombiniert, um Prognose- und Vorhersagemodelle zu entwickeln.


Das Ergebnis
Die kombinierten Modelle verbesserten die Vorhersagegenauigkeit im Vergleich zu klinischen oder bildgebenden Merkmalen allein erheblich. So erreichte das Modell zur Vorhersage von ICANS eine Fläche unter der Kurve (AUC) von 0.830, und die Modelle für die CAR-T-Reaktion nach 3 und 6 Monaten zeigten AUCs von 0.754 bzw. 0.818. Darüber hinaus stratifizierten die ermittelten Grenzwerte für das gesamte metabolische Tumorvolumen (MTVtotal) die Patienten effektiv nach OS und PFS, wobei ein niedriges MTVtotal mit längeren Überlebenszeiten verbunden war.
Diese Multiomics-Modelle stellen ein vielversprechendes Instrument zur Risikostratifizierung und personalisierten Behandlung dar, das potenziell die Ergebnisse bei mit CAR-T behandelten Patienten mit R/R-B-Zell-Lymphom optimieren und den derzeitigen ungedeckten Bedarf bei der Gestaltung klinischer Studien für die CAR-T-Therapie ansprechen kann, bei denen die Vorhersage von Nebenwirkungen den Screening-Prozess verbessern kann.

Literaturhinweis
Ferrer-Lores, B., Ortiz-Algarra, A., Picó-Peris, A. et al. „Predicting survival, neurotoxicity and response in B-cell lymphoma patients treated with CAR-T therapy using an imaging features-based model“ EJNMMI Res XNUMX 14, 113 (2024).
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